„Energie-Audits werden für Großunternehmen verpflichtend!“

Die IHK informiert: „Energie-Audits werden für Großunternehmen verpflichtend!“

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In diesem Jahr stehen wesentliche Veränderungen für eine Großzahl von Unternehmen in Deutschland und der gesamten EU an. Der Gesetzgeber bereitet die verpflichtende Durchführung von sog. Energieaudits für Unternehmen aller Branchen bis zum Jahresende vor. Doch es gibt auch Ausnahmen.

Was ist ein Energieaudit?

Basis der Energieaudits ist die EU-Energieeffizienz-Richtlinie, die in deutsches Recht umgesetzt werden muss. Dazu soll das Energiedienstleistungs-Gesetz novelliert werden. Ab diesem Zeitpunkt ist für alle Unternehmen einer bestimmten Größenordnung – unabhängig ihrer Branche – die Durchführung eines Energieaudits vorgeschrieben.

Ein Energieaudit ist eine „systematische Inspektion und Analyse des Energieeinsatzes und des Energieverbrauchs (…) einer Organisation mit dem Ziel, (…) das Potenzial für Energieeffizienzverbesserungen zu identifizieren“ – so heißt es in der Richtlinie DIN16247, Teil 1 vom Juli 2012. Das Ziel ist es also, Unternehmen systematisch auf Verbesserungspotenziale zu durchleuchten und darüber strukturiert zu berichten.

Die vom Gesetzgeber gewählte Frist ist äußerst knapp. Es ist derzeit geplant, das novellierte Energiedienstleistungs-Gesetz, das die Energieaudits regeln wird, Anfang März 2015 im Bundesrat zu verabschieden. Danach muss das Gesetz im Bundesanzeiger veröffentlicht werden, was in der Regel bis zu acht Wochen dauert. Gleichzeitig ist das Energieaudit bis Anfang Dezember 2015 erstmals durchzuführen. In Summe steht den Unternehmen demnach nur etwas mehr als ein halbes Jahr zur Verfügung, was als äußerst knapp zu bewerten ist. Nach der ersten Durchführung sind die Audits alle vier Jahre zu wiederholen.

Wie ist die Norm aufgebaut?

Umgesetzt ist das Energieaudit in der DIN-Norm 16247, die aus fünf Teilen besteht. Wichtigster Teil ist der erste Part 1: „Allgemeine Anforderungen“. Dort ist neben Begrifflichkeiten geregelt, welche Anforderungen an den Ablauf des Energieaudits selbst gelegt werden. Inhaltlicher Kern dieses ersten Teils ist aber die Beschreibung des Ablaufs des Energieaudits. Daneben gibt es vier weitere Teile, die eine Detaillierung anbieten. Im zweiten Teil wird die Durchführung von Energieaudits in Gebäuden geregelt, in den Teilen 3 und 4 stehen Hilfen für die Durchführung von Energieaudits im Bereich (Produktions-)Prozesse und Transport bereit. Der letzte Teil detailliert die Anforderungen, die an den Auditor gestellt werden.

Wie läuft ein Energieaudit ab?

Das Audit beginnt mit einem einleitenden Kontakt. Dabei muss der Auditor mit dem Unternehmen die Rahmenbedingungen des Audits festlegen: In welchem Anwendungsbereich wird das Audit durchgeführt? Welche Dinge werden aus der Betrachtung ausgegrenzt? In welcher Genauigkeit werden die Untersuchungen durchgeführt? Wichtig ist, diese Entscheidungen zu protokollieren, um sie nachvollziehbar zu machen.

Im zweiten Teil, der sog. Auftaktbesprechung, vereinbart der Energieauditor beispielsweise, welche Daten geliefert werden müssen, beschreibt Anforderungen an Messungen und klärt die praktische Durchführung des Energieaudits.

Der dritte Teil umfasst die Datenerfassung. Dabei erfasst der Energieauditor zahlreiche Informationen und Daten wie den Energieverbrauch, die Verteilung des Verbrauchs auf einzelne Verbraucher oder Parameter, die den Energieverbrauch beeinflussen.

Diese Daten werden in einem vierten Teil, dem sog. Außeneinsatz, vor Ort validiert. Das Ziel ist es, ein umfassendes Bild über den IST-Zustand des Energieeinsatzes und -verbrauchs im Unternehmen zu erstellen. Auf dieser Basis muss der Auditor erste Verbesserungsvorschläge generieren.

In der folgenden Analyse wird die bestehende Situation der energiebezogenen Leistung als Ausgangsbasis festgestellt und beispielsweise mit geeigneten Kennzahlen oder mit einer Energiebilanz beschrieben. Auf dieser Grundlage werden auch weiterführende Ansätze zur Verbesserung der Energieeffizienz abgeleitet.

Die Ergebnisse der Untersuchung müssen in einem Bericht zusammengefasst und in einer Abschlussbesprechung an den Auftraggeber übergeben werden.

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Wer kann Energieauditor sein?

Als Energieauditor kommen sowohl Interne als auch Externe in Betracht. Energieauditoren müssen aufgrund ihrer Ausbildung und praktischen Erfahrung über Fachkunde zur Durchführung des Energieaudits nach DIN EN 16247‑1 verfügen. Die Fachkunde erfordert den Abschluss eines Hochschul- oder Fachhochschulstudiums einschlägiger Fachrichtungen, eine Qualifikation als staatlich geprüfter Techniker einschlägiger Fachrichtungen oder einen Meisterabschlusses sowie eine mindestens dreijährige hauptberufliche Tätigkeit in der betrieblichen Energieberatung.

Wichtig bei internen Auditoren ist zudem, dass sie eine Unabhängigkeit von den Ergebnissen des Audits bewahren können. Weiterhin ist es geplant, dass das BAFA eine Liste veröffentlicht, auf der externe Auditoren zu finden sein werden. Zeitlich ist dies für Februar/März 2015 geplant.

Für wen ist ein Energieaudit wichtig?

Alle Branchen, also auch nicht-produzierende Unternehmen, sind verpflichtet, ein Energieaudit bis zum Dezember 2015 durchführen. Dies betrifft Unternehmen in der gesamten EU. Erstmals kommen damit also auch z.B. Banken, Stadtwerke, Versicherungen, Handelshäuser oder Krankenhäuser unter Zugzwang. Schätzungen gehen davon aus, dass bis zu 50.000 Organisationen betroffen sein könnten.

Lediglich kleine und mittlere Unternehmen (KMU) haben keinen Zwang, ein Energieaudit durchzuführen. Hier gilt die enge Definition der EU, ab wann ein Unternehmen kein KMU mehr ist (Faustregel: ab 50 Mio. € Umsatz und 250 Mitarbeitern ist das Unternehmen kein KMU mehr). Allerdings können auch KMU das Energieaudit nutzen, bspw. als Ersatz für das sog. „Alternative System“ der Spitzenausgleichs-Effizienzsystemverordnung.

Gibt es Alternativen zum Energieaudit?

Organisation, die über ein gültiges Zertifikat nach ISO 50001 oder nach EMAS verfügen, müssen kein Energieaudit durchführen. Noch offen ist die Frage, ob auch ein Zertifikat nach ISO 14001 (Umweltmanagementsystem) als Ersatz zum Energieaudit berechtigen wird – dies wird derzeit noch diskutiert.

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Wie geht es weiter und wo gibt es weiterführende Informationen dazu?

Folgende Informationsquellen haben sich aus Sicht des Autors als hilfreich erwiesen:

  • Die DIN-Reihe zu den Energieaudits gibt es beim Beuth-Verlag. Informationen unter: http://www.beuth.de/de/norm/din-en-16247-1/149804248 (Stand: 20.01.2015)
  • beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) wird es die Liste mit externen Auditoren geben. Dort werden auch die Energieaudits geprüft werden. Informationen zum Themenkomplex unter: http://www.bafa.de/bafa/de/energie/index.html (Stand: 20.01.2015)
  • Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen betreiben das Portal „mod.EEM“, das vielfältige Hinweise und Vorlagen, bspw. zu Energieberichten, bereit hält. Informationen unter: https://www.modeem.de/ (Stand: 20.01.2015)

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Hinweise zum Autor: Dr. Tobias Heinen ist Geschäftsführer der GREAN GmbH mit Sitz im Produktionstechnischen Zentrum Hannover. GREAN unterstützt Unternehmen bei der Gestaltung schlanker und nachhaltiger Wertschöpfungsprozesse, u. a. in den Bereichen der Fabrik- und Logistikplanung sowie der ressourceneffizienten Produktion. Die GREAN GmbH verknüpft damit die Prinzipien „Lean“ und „Green“ zu einem schlüssigen Gesamtangebot. Dr. Tobias Heinen vertritt das Thema Ressourcen- und Energieeffizienz in vielen Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Vorträgen. Informationen unter http://www.grean.de. Kontakt zum Autor unter heinen@grean.de.

 

Rechtliche Hinweise: Keine Haftung für Inhalt oder Aktualität der Links. Alle Angaben zu Gesetzen sind nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert, jedoch völlig freibleibend, da sich noch diverse Änderungen ergeben können.

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PowerRadar™ – TÜV geprüfte EnergieDatenManagement Hard- und Software unterstützt ISO 50001 und DIN 16247

Erneut hat das PowerRadar-Energiedaten-Management-System die Prüfung beim TÜVRheinland erfolgreich bestanden. Neben der webbasierten PowerRadar™-Software wurde auch die drahtlose Sensortechnik von Panoramic Power Ltd. der TÜV-Prüfung unterzogen. Das PowerRadar unterstützt sowohl die Einführung der ISO 50001, wie auch der DIN 16247.

Auszug: „Es wird bestätigt, dass die in dem Ergebnisbericht sowie im Anhang zum Zertifikat beschriebenen Funktionalitäten und Eigenschaften des Energiedatenmanagement-Systems PowerRadar™ sowie die selbstversorgenden, drahtlosen Miniatur-Klappsensoren und das funkbasierte PowerMeter zusammen mit der high-performance Bridge (Daten-Logger) der Panoramic Power Ltd. im Rahmen einer Dokumenten- und Systemprüfung verifiziert wurden und die Erfüllung von Anforderungen der im Anhang aufgeführten Kapitel der Normen ISO 50001 und DIN 16247-1 unterstützen. Die Gültigkeit kann anhand der Zertifikats-ID 53432 unter www.certipedia.de eingesehen werden.

 

NEUN gute Gründe für den Einsatz eines mitlaufenden Energiemonitoring-Systems:

Der Aufbau eines Energiemonitoring-System – auch als Basis für die Umsetzung der ISO 50001 oder ISO 16247 – ist sehr einfach – wenn sie drahtlose Sensortechnik einsetzen. Hunderte Sensoren können innerhalb weniger Stunden platziert werden.

Und die Vorteile, die sich daraus in Bezug auf Steuerersparnis, Kostenminderung, Effizienzsteigerung, Arbeitserleichterung, Übersicht, Betriebssicherheit oder Entscheidungsfindung ergeben, sind #unschlagbar.

Steuerentlastung

Wenn die Voraussetzungen stimmen, können Unternehmen einen Spitzenstrom-Steuerausgleich (§19 StromStG) beantragen, der sich auf rd. 20,5€/MWh (MegawattStunde) beläuft.

Erstattung der EEG Umlage

Bei stromintensiven Unternehmen kann mit den passenden Rahmenbedingungen die EEG Umlage von rd. 6,4Cent/kWh erstattet werden.

Minderung von Lastspitzen

Mithilfe des Energie-Monitorings können die Ursachen von teueren Stromspitzen ermittelt und vermieden werden.

Atypische Netznutzung

Großverbraucher können auf Grundlage der E-Monitoring-Daten die offengelegten Hochlastzeiten ihres Netzbetreibers entlasten und somit 25-50% der Netzkosten einsparen.

Controlling berücksichtigt Energiekosten

Die Energiekosten können für eine exakteres Controlling in die Produktionskosten mit einfließen.

Key-Performance Index

KPIs als Kombination von Energiemeßdaten und Produktionsdaten liefern komprimierte Informationen.

Entscheidungshilfe bei Neuinvestitionen

Die elektrischen Verbrauchsparameter alter Maschinen und Anlagen können mit den effizienteren Neumaschinen verglichen werden und somit klare Argumente für Neuinvestitionen gewonnen werden.

Elektrische Transparenz

Dem Betriebsleiter steht ein erstes mal ein Überblick über das gesamte elektrische Netz zur Verfügung.

Steigerung der EnergieEffizienz

Durch die Transparenz im elektrischen Netz können Stromfresser und Fehlströme detektiert werden.

Schutz von Maschinen und Anlagen

Teuere Maschinen und Anlagen oder empfindliche Geräte im elektrischen Netz können automatisch überwacht und damit die Betriebssicherheit erhöht und die Investitionsgüter geschützt werden.

 

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ISO 50001: die wichtigsten Änderungen

Die Anforderungen an ein zertifiziertes Energiemanagement verändern sich: Seit August 2018 gilt eine Neufassung der ISO 50001. Die Änderungen betreffen alle Unternehmen, die nach ISO 50001 zertifiziert sind oder eine Zertifizierung anstreben. Lesen Sie mehr über die wichtigsten Neuerungen, damit Sie auch nach der turnusmäßigen Normrevision auf der sicheren Seite bleiben.

Warum die Veränderung der ISO 50001?

Verschiedene Managementsystem-Normen, gleicher Aufbau: Diesem Leitgedanken entsprechend ist die neue ISO 50001:2018 genauso aufgebaut wie etwa die ISO 14001 oder die ISO 9001. Diese übergreifende „High Level Structure“ soll es Unternehmen erleichtern, die verschiedenen Normen einzuführen und umzusetzen. Auch Auditierung und Zertifizierung lassen sich damit besser verzahnen.

Was hat sich verändert?

Ein zentraler Punkt ist: Künftig genügt es nicht mehr, „einfach nur“ Verbesserungen beim Energiestatus zu erreichen. Das Unternehmen muss auch seine Abläufe und Strukturen hinsichtlich des Energiemanagements fortlaufend verbessern. Zudem decken sich die Anforderungen der ISO 50001:2018 besser mit der ISO 50003, speziell bei der Dokumentation des geforderten fortlaufenden Verbesserungsprozesses.

Wer ist verantwortlich für das Energiemanagement?

Bislang musste ein Beauftragter aus der obersten Leitungsebene benannt sein. Die neue Norm betont nun die Gesamtverantwortung der obersten Leitung; diese muss die strategische Einbindung des Energiemanagement-Systems sicherstellen. Dazu gehört auch, relevante Themen und die Anforderungen interessierter Parteien zu ermitteln. Genügte es früher zu dokumentieren, ob mit externen Gruppen kommuniziert wird, verlangt die ISO 50001:2018 eine definierte Kommunikationsstrategie und Organisationsstruktur. Die Umsetzung des Energiemanagements liegt dann in Händen eines einzelnen Beauftragten oder eines Teams.

Welche weiteren Änderungen gibt es?

Präzisiert wird, dass bei der energetischen Bewertung die entscheidenden Einflussfaktoren für jeden größeren Energieeinsatz betrachtet werden müssen. Dazu gehören die aktuelle energiebezogene Leistung und die Personen, die Einfluss auf den Verbrauch haben.

Klarer dargestellt wird auch die Funktion von Energieleistungskennzahlen und energetischer Ausgangsbasis. Die ISO 50001:2018 verlangt die Formulierung konkreter Ziele, um die energiebezogene Leistung zu verbessern.

Genauer festgelegt wird zudem, wie die Daten gesammelt und gemessen werden. Dies gilt auch für die Bestimmung der Mess- und Überwachungsergebnisse. Den Begriff der „fehlerfreien“ Messung klammert die Norm dabei aus.

Fazit

Bei der Normrevision der ISO 50001 stand die strukturelle Angleichung an andere Normen im Fokus. Unter dem Strich bringt die ISO 50001:2018 nun mehr Klarheit und präzisere Vorgaben für das Energiemanagement. Daher gibt es für zertifizierte Unternehmen einen beträchtlichen Anpassungsbedarf. Es empfiehlt sich, die notwendigen organisatorischen und strukturellen Änderungen frühzeitig einzuleiten.

Quelle: MVV-Blog, 14.2.2019 Esther Gensrich, >lesen

Harmonische Oberschwingungen und Netzqualität

Eine der wichtigsten Umgebungsbedingungen für den reibungslosen Betrieb von elektrischen Anlagen ist eine ausreichende Qualität der Versorgungsspannung. Störungen und Einflüsse die durch Einschaltvorgänge, Anlaufströme, Dimmer, Schaltnetzteile, Frequenzregler, Wechselrichter usw. verursacht werden, gefährden Geräte und Systeme in ihrer Betriebssicherheit.

1. Grundlagen der Netzqualität

Ein wesentlicher Bereich der Störungen und Einflüsse der Netzspannung stellen Netzrückwirkungen dar. Sie ergeben sich, wenn Betriebsmittel mit nichtlinearer Strom-Spannungs-Kennlinie oder mit nichtstationärem Betriebsverhalten (Ein- und Ausschaltvorgänge) an einem Stromnetz betrieben werden.
Die Problematik der Netzrückwirkungen gewinnt durch den vermehrten Einsatz von Leistungselektronik mit vermehrter Störaussendung einerseits und durch die Reduzierung der Signalpegel und damit der erhöhten Störempfindlichkeit in elektronischen Geräten andererseits immer mehr an Bedeutung. Dabei können elektronische Steuergeräte sowohl als Störaussender als auch als Störempfänger arbeiten.

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EnergieMonitoring zur Lastspitzenreduktion – vielseitig gewinnbringend

Bei einer Jahreslastspitze von z.B. 1200kW und einem Leistungspreis von 80€/kW entstehen Kosten in Höhe von 96.000€ pro Jahr. Hier eröffnet ein EnergieMonitoring-System zur Lastspitzenreduktion ein hohes Einsparpotential.

Motivation

Elektrische Lastprofile werden typischerweise unterteilt in die Grundlast (Mindestleistungsbezug zu allen Zeitpunkten) und die Spitzenlast (kurzzeitig auftretende hohe Last). Im industriellen Umfeld sind für Großverbraucher Sondertarifmodelle üblich, die neben dem Grund-, Arbeits- und Blindleistungspreis auch den Leistungspreis berücksichtigen. Dieser ist häufig ein signifikanter Anteil der Kosten für die elektrische Energie und hängt von der höchsten aufgetretenen Spitzenlast eines Abrechnungsintervalls ab.

Lastspitzenvermeidung durch Verschieben des Energiebedarfs

Um Kosten einzusparen, muss das Lastprofil geglättet werden. Dazu werden die Lastspitzen reduziert („peak shaving“), indem

  • Verbraucher (z. B. Produktions- oder Infrastrukturanlagen) abgeschaltet oder
  • Erzeuger (z. B. Notstromgenerator, BHKW) zugeschaltet werden.

In beiden aufgeführten Fällen liegt eine Beeinflussung der Fertigungsabläufe und der Infrastruktur vor. Dies kann vermieden werden, indem stattdessen ein Batteriespeicher bei drohenden Lastspitzen entladen und zu Zeiten niedrigerer Lasten geladen wird.

Grundlagen

Prinzip der Lastspitzenreduktion

Für die Berechnung des sogenannten Leistungspreises wird der maximale, mittlere Leistungsbezug (Mittelungsintervall üblicherweise 15 Minuten) innerhalb des betrachteten Abrechnungszeitraums (z.B. ein Jahr) ermittelt und mit einem vom Energieversorgungsunternehmen vorgegebenen Faktor multipliziert. Beispielsweise führt eine Lastspitze von 800 kW bei einem Leistungspreis von 60 €/kW so zu einem Leistungspreis von jährlich 48.000 Euro.

Für die Reduktion der Lastspitzen wird ein Algorithmus benötigt, der die optimalen Batterieleistungen bezüglich der 15-Minuten Mittelwerte fortlaufend berechnet und so unnötige Entladungen des Speichers verhindert.

Die grundsätzliche Funktionsweise ist auf der Abbildung dargestellt: Bei Überschreitung des vorgegebenen, maximalen 15-min Leistungsbezugs wird der Batteriespeicher entladen, um die Lastspitze zu vermeiden. Unterschreitet der Lastgang die Ladegrenze wieder, kann das Batteriesystem erneut geladen werden.

Quelle: Fraunhofer-Institut für Integrierte
Systeme und Bauelementetechnologie IISB

Monitoring & Analyse

Grundlage dieser Betrachtungen ist eine eingehende Analyse der Verbrauchsstruktur. Nicht nur auf der Hauptverteilungsebene, sondern auch die einzelnen Unterverteilungen und Großverbraucher sollten in ihrem Strombedarf erfasst werden.

Dazu bedarf es eines mitlaufenden Monitoring Systems, also einer Sensortechnik, die in einem feinen Meßinterval, beispielsweise 10 Sekunden, die elektrischen Parameter Strom und Spannung zur Verfügung stellt.

Investition

Die Investition in ein mitlaufendes Energiemonitoring-System liegt bei einem Bruchteil der Kostenreduktion welche durch die Lastverschiebung bewirkt wird.

Weitere Vorteile

Zusätzlich zur Harmonisierung des Lastverlaufs und zu Erkenntnissen über Grundlast und Spitzenlastverursacher bietet ein mitlaufendes Energiemonitoring-System weitere bemerkenswerte Vorteile:

  • automatische Grenzwertüberwachung einzelner Geräte und Produktionsgruppen
  • Unterstützung der Wartung und Instandhaltung durch mitlaufendes Alarmsystem
  • Identifizierung defekter Geräte
  • Wartungsintervalle laufzeitabhängig und nicht statisch
  • Vergleichbarkeit von Verbrauchern gleichen Typs an unterschiedlichen Orten
  • Integration der Energiekosten zu den Produktionskosten
  • Automatische Reports zur Kostentransparenz
  • . . .

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Kurzmitteilung

CSC Jäckle setzt umfangreiches Energiemonitoring ein

Nach kurzem Erfahrungsaustausch und Begutachtung der ausgereiften Technik und PowerRadar Software setzt nun auch die CSC JäckleChemie GmbH aus Nürnberg die drahtlose Sensortechnik ein. Über knapp 350 Meßpunkte werden der größte Teil der Pumpen, Ladestationen, Heizungen, Mischbehälter, Kompressoren, Lüftungen, Kranbahnen wie auch Unterverteilungen und Gas- und Wasserzähler erfasst. Die Erfahrungen der Schwesterfirma Reiningunghaus Chemie aus Essen kommen so direkt zu Gute.

Kurzmitteilung

Drahtlose Sensortechnik bei APLEONA HSG im FacilityManagement

Seit Mai 2018 nutzt nun auch APLEONA HSG die drahtlose Sensortechnik, um in Ihren über 1000 Gebäude die Energieströme für das Facility Management zu erfassen.

ENERGIEMONITORING vom Feinsten

Die Reininghaus-Chemie GmbH & Co.KG hat sich in ca. 35 Jahren zu einem Unternehmen entwickelt, das sich heute zu den Spezialisten im Chemiehandel zählen darf.

Wir legen Wert auf die größtmögliche Qualität und Quantität unserer Produktpalette und verstehen uns als Bindeglied zwischen unseren Kunden und Partnern aus der chemischen Industrie. Unsere Kunden wissen, dass unser umfassendes Serviceangebot ein Baustein ihres Erfolges ist.

Seit Anfang der 60-iger Jahre ist das Unternehmen in Essen auf einem 12.000qm große Areal ansässig. In den folgenden Jahren konnte sich die REININGHAUS CHEMIE GmbH & Co KG durch Neuausrichtung und Umstrukturierung als einer der marktführenden Versorger von Grund- und Spezialchemikalien etablieren.

Seit dieser Zeit hat sich unser Unternehmen als Vertriebspartner namhafter Produzenten ausgezeichnet.

ENERGIEMONITORING zeigt kurz nach der INSTALLATION bereits EINSPARPOTENTIAL auf

Der Betriebsleiter Christopher Kobelt ist begeistert. Über die Einfachheit der Installation der Stromsensoren, die simple Aktivierung der Datenlogger und die Übersichtlichkeit der PowerRadar Software.

Vier Wochen nach der ersten ProjektBesprechung zwischen RightEnergy und der Geschäftsleitung der Reininghaus Chemie GmbH konnte das Energiemonitoring-System in Betrieb genommen werden.

Und ein paar Tage später hat der Betriebsleiter schon erste Auffälligkeiten im elektrischen Netz feststellen können. Der Wechsel zur LED-Beleuchtung konnte mit dem PowerRadar als deutliche Energieersparnis dokumentiert werden.

Die DEPLOYER-APP macht die Installation zum Kinderspiel

Die Installationskosten sind kalkulierbar und minimal

Die drahtlose Technik findet ihr Konsequenz in der Deployer APP. Mittels dieser können Installateure und Techniker nun während der Installation nur mit dem #SMARTPHONE oder #IPHONE die komplette Installation tätigen. Von der Einrichtung der InstallationsOrte, über die Verteiler und Unterverteiler bis zu den einzelnen Gerätetypen und entsprechenden Sensoren wird alles über die APP am #SMARTPHONE eingegeben.

Einfacher geht es nicht!

Die DEPLOYER-APP – Installation wird zum Kinderspiel