“Energie-Audits werden für Großunternehmen verpflichtend!”

Die IHK informiert: “Energie-Audits werden für Großunternehmen verpflichtend!”

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In diesem Jahr stehen wesentliche Veränderungen für eine Großzahl von Unternehmen in Deutschland und der gesamten EU an. Der Gesetzgeber bereitet die verpflichtende Durchführung von sog. Energieaudits für Unternehmen aller Branchen bis zum Jahresende vor. Doch es gibt auch Ausnahmen.

Was ist ein Energieaudit?

Basis der Energieaudits ist die EU-Energieeffizienz-Richtlinie, die in deutsches Recht umgesetzt werden muss. Dazu soll das Energiedienstleistungs-Gesetz novelliert werden. Ab diesem Zeitpunkt ist für alle Unternehmen einer bestimmten Größenordnung – unabhängig ihrer Branche – die Durchführung eines Energieaudits vorgeschrieben.

Ein Energieaudit ist eine „systematische Inspektion und Analyse des Energieeinsatzes und des Energieverbrauchs (…) einer Organisation mit dem Ziel, (…) das Potenzial für Energieeffizienzverbesserungen zu identifizieren“ – so heißt es in der Richtlinie DIN16247, Teil 1 vom Juli 2012. Das Ziel ist es also, Unternehmen systematisch auf Verbesserungspotenziale zu durchleuchten und darüber strukturiert zu berichten.

Die vom Gesetzgeber gewählte Frist ist äußerst knapp. Es ist derzeit geplant, das novellierte Energiedienstleistungs-Gesetz, das die Energieaudits regeln wird, Anfang März 2015 im Bundesrat zu verabschieden. Danach muss das Gesetz im Bundesanzeiger veröffentlicht werden, was in der Regel bis zu acht Wochen dauert. Gleichzeitig ist das Energieaudit bis Anfang Dezember 2015 erstmals durchzuführen. In Summe steht den Unternehmen demnach nur etwas mehr als ein halbes Jahr zur Verfügung, was als äußerst knapp zu bewerten ist. Nach der ersten Durchführung sind die Audits alle vier Jahre zu wiederholen.

Wie ist die Norm aufgebaut?

Umgesetzt ist das Energieaudit in der DIN-Norm 16247, die aus fünf Teilen besteht. Wichtigster Teil ist der erste Part 1: „Allgemeine Anforderungen“. Dort ist neben Begrifflichkeiten geregelt, welche Anforderungen an den Ablauf des Energieaudits selbst gelegt werden. Inhaltlicher Kern dieses ersten Teils ist aber die Beschreibung des Ablaufs des Energieaudits. Daneben gibt es vier weitere Teile, die eine Detaillierung anbieten. Im zweiten Teil wird die Durchführung von Energieaudits in Gebäuden geregelt, in den Teilen 3 und 4 stehen Hilfen für die Durchführung von Energieaudits im Bereich (Produktions-)Prozesse und Transport bereit. Der letzte Teil detailliert die Anforderungen, die an den Auditor gestellt werden.

Wie läuft ein Energieaudit ab?

Das Audit beginnt mit einem einleitenden Kontakt. Dabei muss der Auditor mit dem Unternehmen die Rahmenbedingungen des Audits festlegen: In welchem Anwendungsbereich wird das Audit durchgeführt? Welche Dinge werden aus der Betrachtung ausgegrenzt? In welcher Genauigkeit werden die Untersuchungen durchgeführt? Wichtig ist, diese Entscheidungen zu protokollieren, um sie nachvollziehbar zu machen.

Im zweiten Teil, der sog. Auftaktbesprechung, vereinbart der Energieauditor beispielsweise, welche Daten geliefert werden müssen, beschreibt Anforderungen an Messungen und klärt die praktische Durchführung des Energieaudits.

Der dritte Teil umfasst die Datenerfassung. Dabei erfasst der Energieauditor zahlreiche Informationen und Daten wie den Energieverbrauch, die Verteilung des Verbrauchs auf einzelne Verbraucher oder Parameter, die den Energieverbrauch beeinflussen.

Diese Daten werden in einem vierten Teil, dem sog. Außeneinsatz, vor Ort validiert. Das Ziel ist es, ein umfassendes Bild über den IST-Zustand des Energieeinsatzes und -verbrauchs im Unternehmen zu erstellen. Auf dieser Basis muss der Auditor erste Verbesserungsvorschläge generieren.

In der folgenden Analyse wird die bestehende Situation der energiebezogenen Leistung als Ausgangsbasis festgestellt und beispielsweise mit geeigneten Kennzahlen oder mit einer Energiebilanz beschrieben. Auf dieser Grundlage werden auch weiterführende Ansätze zur Verbesserung der Energieeffizienz abgeleitet.

Die Ergebnisse der Untersuchung müssen in einem Bericht zusammengefasst und in einer Abschlussbesprechung an den Auftraggeber übergeben werden.

Infografik_Energieaudit_DIN_16247 WEr_kann_Auditor_sein

Wer kann Energieauditor sein?

Als Energieauditor kommen sowohl Interne als auch Externe in Betracht. Energieauditoren müssen aufgrund ihrer Ausbildung und praktischen Erfahrung über Fachkunde zur Durchführung des Energieaudits nach DIN EN 16247‑1 verfügen. Die Fachkunde erfordert den Abschluss eines Hochschul- oder Fachhochschulstudiums einschlägiger Fachrichtungen, eine Qualifikation als staatlich geprüfter Techniker einschlägiger Fachrichtungen oder einen Meisterabschlusses sowie eine mindestens dreijährige hauptberufliche Tätigkeit in der betrieblichen Energieberatung.

Wichtig bei internen Auditoren ist zudem, dass sie eine Unabhängigkeit von den Ergebnissen des Audits bewahren können. Weiterhin ist es geplant, dass das BAFA eine Liste veröffentlicht, auf der externe Auditoren zu finden sein werden. Zeitlich ist dies für Februar/März 2015 geplant.

Für wen ist ein Energieaudit wichtig?

Alle Branchen, also auch nicht-produzierende Unternehmen, sind verpflichtet, ein Energieaudit bis zum Dezember 2015 durchführen. Dies betrifft Unternehmen in der gesamten EU. Erstmals kommen damit also auch z.B. Banken, Stadtwerke, Versicherungen, Handelshäuser oder Krankenhäuser unter Zugzwang. Schätzungen gehen davon aus, dass bis zu 50.000 Organisationen betroffen sein könnten.

Lediglich kleine und mittlere Unternehmen (KMU) haben keinen Zwang, ein Energieaudit durchzuführen. Hier gilt die enge Definition der EU, ab wann ein Unternehmen kein KMU mehr ist (Faustregel: ab 50 Mio. € Umsatz und 250 Mitarbeitern ist das Unternehmen kein KMU mehr). Allerdings können auch KMU das Energieaudit nutzen, bspw. als Ersatz für das sog. „Alternative System“ der Spitzenausgleichs-Effizienzsystemverordnung.

Gibt es Alternativen zum Energieaudit?

Organisation, die über ein gültiges Zertifikat nach ISO 50001 oder nach EMAS verfügen, müssen kein Energieaudit durchführen. Noch offen ist die Frage, ob auch ein Zertifikat nach ISO 14001 (Umweltmanagementsystem) als Ersatz zum Energieaudit berechtigen wird – dies wird derzeit noch diskutiert.

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Infografik_Energieaudit_web_Nutzen_Konsequenzen

Wie geht es weiter und wo gibt es weiterführende Informationen dazu?

Folgende Informationsquellen haben sich aus Sicht des Autors als hilfreich erwiesen:

  • Die DIN-Reihe zu den Energieaudits gibt es beim Beuth-Verlag. Informationen unter: http://www.beuth.de/de/norm/din-en-16247-1/149804248 (Stand: 20.01.2015)
  • beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) wird es die Liste mit externen Auditoren geben. Dort werden auch die Energieaudits geprüft werden. Informationen zum Themenkomplex unter: http://www.bafa.de/bafa/de/energie/index.html (Stand: 20.01.2015)
  • Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen betreiben das Portal „mod.EEM“, das vielfältige Hinweise und Vorlagen, bspw. zu Energieberichten, bereit hält. Informationen unter: https://www.modeem.de/ (Stand: 20.01.2015)

Download der Infografik

Hinweise zum Autor: Dr. Tobias Heinen ist Geschäftsführer der GREAN GmbH mit Sitz im Produktionstechnischen Zentrum Hannover. GREAN unterstützt Unternehmen bei der Gestaltung schlanker und nachhaltiger Wertschöpfungsprozesse, u. a. in den Bereichen der Fabrik- und Logistikplanung sowie der ressourceneffizienten Produktion. Die GREAN GmbH verknüpft damit die Prinzipien „Lean“ und „Green“ zu einem schlüssigen Gesamtangebot. Dr. Tobias Heinen vertritt das Thema Ressourcen- und Energieeffizienz in vielen Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Vorträgen. Informationen unter http://www.grean.de. Kontakt zum Autor unter heinen@grean.de.

 

Rechtliche Hinweise: Keine Haftung für Inhalt oder Aktualität der Links. Alle Angaben zu Gesetzen sind nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert, jedoch völlig freibleibend, da sich noch diverse Änderungen ergeben können.

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Creating Predictive Maintenance Programs with Big Data Intelligence

Creating Predictive Maintenance Programs with Big Data Intelligence 17. Aug. 2015 The two largest expense line items on a facility’s operating budget are typically utilities and maintenance. Facility managers of office buildings, manufacturing plants, retail buildings, schools, hospitals or any … Weiterlesen

Eine lokale Schule

Energie in Bildung umwandeln

Panoramic Power in Aktion

Lektion gelernt

Schulen haben sehr vielfältige Energienutzungsmuster, daher ist es schwierig, genau zu bestimmen, wie und wo Energieverschwendung und -kosten reduziert werden können. Wir haben eine zweimonatige Testphase mit Panoramic Power mit allen energieverbrauchenden Geräten durchgeführt, von Warmwasserbereitern und Parkplatzbeleuchtung bis hin zu Speisenwärmern in der Cafeteria. Ein spezieller Energiemanager war dann in der Lage, ein vollständiges Bild des Energiekonsums zu erstellen – und zu bestimmen, an welchen Stellen Ineffizienzen korrigiert werden können.

Während der Testphase …

Während der Testphase haben wir potenzielle Energieeinsparungen von 250.000 kWh identifiziert – das entspricht einer jährlichen Kosteneinsparung von 17.600 £ (19.700 €) .

 

Ein Lebensmittel- und Getränkehersteller

Intelligente Energienutzung ganz oben im Menü

Panoramic Power in Aktion

Die Vorspeise
Ein großer internationaler Lebensmittelund Getränkehändler verfügt über zahlreiche Standorte in mehr als 20 Ländern, darunter auch mehrere Produktionsstätten und Logistikzentren. Seine vorhandene Ausstattung bot wenig operative Einblicke, und er war sehr daran interessiert, herauszufinden, an welchen Stellen und inwiefern Einsparungen möglich wären.
Wir führten ein Pilotprogramm durch, bei dem Panoramic Power-Sensoren an verschiedenen Maschinen und Anlagen an einem Standort installiert wurden. Die ersten Rückmeldungen identifizierten mehrere potenzielle Einsparmöglichkeiten, daher wurde die Technologie noch an drei weiteren Standorten installiert
Der Hauptgang
Bei einem Standort handelte es sich um das neue Logistik- und Vertriebszentrum, in dem die Kühlungskompressoren den Großteil der Energie verbrauchten. Durch die Nachverfolgung ihres Energieverbrauchs in Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur erstellten wir eine Bewertungskennzahl. Als der Parameter des Verbrauchs in unseren Diagrammen plötzlich stieg, nahm das Unternehmen einige Untersuchungen vor und identifizierte schnell einen Kompressordefekt, wodurch 58.000 £ (65.000 €) gespart wurden. Dies war nur eines von vielen Leistungsproblemen, die die PowerRadar-Software erkannte. Letztlich ermöglichte sie Einsparungen in Höhe von jährlich 116.000 £ (130.000 €)

 

Ein globaler Baustofflieferant

Eine Blaupause für die Energieeffizienz

Panoramic Power in Aktion

Ausgraben der Daten

Da sich der Betrieb auf über 50 Länder erstreckt, suchte der Kunde nach einer Möglichkeit, mit der seine Werksmanager auf der ganzen Welt den Energieverbrauch einfach und in Echtzeit überwachen können. Wir installierten Sensoren an verschiedenen Standorten, einschließlich entfernten Steinbrüchen, um den Energieverbrauch von Pumpen, Förderanlagen und Brechmaschinen live zu überwachen. Mithilfe der erzeugten detaillierten Daten konnten wir Ineffizienzen sowie Energieverschwendungen feststellen. Der Kunde war in der Lage, die Kosten zu senken, die Effizienz zu verbessern und die Produktivität zu steigern.

Einsparungen in Stein gemeißelt

Wir entdeckten, dass ein Förderbandmotor überladen war und abschaltete, wodurch es zu einem Engpass im Betrieb kam. Die Behebung dieses Problems sparte dem Kunden 210.000 £ (235.000 €) pro Jahr ein. Unsere Daten zeigten auch einen unnötigen Energieverbrauch außerhalb der Geschäftszeiten in mehreren Gebäuden und Anlagen, wodurch weitere 8.000 £ (8.900 €) pro Jahr eingespart wurden. Allein durch diese Einsparungen konnte der Kunden eine Kapitalrendite innerhalb eines Monats erzielen.

 

EIN “MASTER” FÜR NACHHALTIGES ENERGIEMANAGEMENT

Masterarbeit: “Implementierung eines Energie-Monitoring-Systems mit anschließender Analyse der Energieströme”

Das ist Ihre Aufgabe:

Auf der Grundlage einer Ist-Analyse ermitteln Sie die energetische Ausgangsbasis unserer insgesamt 34 Spritzgussmaschinen.

Mit Unterstützung der RightEnergy GmbH implementieren Sie ein innovatives Energie-Monitoring-System, das eine präzise Analyse der jeweiligen Energieströme unserer Produktion ermöglicht.

Ziel ist es, den Energieverbrauch zu senken und Zeiten der Spitzenlast zu minimieren.

Das bringen Sie mit:

– Studium der Ingenieurwissenschaften (vorzugsweise Elektrotechnik/Maschinenbau)
Gute analytische und konzeptionelle Fähigkeiten
Strukturiertes Denken und Handeln

So unterstützen wir Sie:

– Persönliche und individuelle Betreuung
Flexible Arbeitszeiten
Attraktive Vergütung
Unterkunft

Kontakt:

Kunststofftechnik Krug
Lars Kolbe
Tel. +49 (0) 64 65 . 92 68-701
l.kolbe@krug-breidenbach.de

Lassen Sie Ihren Lastgang analysieren!

Oft zeigt sich ein Einsparpotential von 5-15%

Der Lastgang Ihres Unternehmens zeigt über ein Jahr, über 365 Tage im 15 Minuten-Takt den elektrischen Leistungsbezug Ihres Unternehmens. Detaillierter betrachtet und analysiert kann daraus ein vielfätiger Nutzen in Bezug auf Energie-Effizienz, Verhaltensmuster oder auch Erkennen von Anlagenfahrweisen gezogen werden. Durch diese Transparenz eröffnet sich oft schon ein Einsparpotential zwischen 5%-15% des Energiebedarfs.

Abbildung: Verschiedene Ebenen der Lastgang-Analyse

Kennzahlen des Stromverbrauchs

Grundlast, Spitzenlast und Lastgang-Harmonisierung

Als Grundlast wird die Last bezeichnet, die an 365 Tagen im Jahr grundsätzlich benötigt wird, um den hausinternen Bedarf auch außerhalb der Geschäftszeiten zu gewährleisten. Deutlich wird sie vor allem an Feiertagen und Wochenenden. Generell kann man hier mittels einer detaillierteren Messung eine Einsparung von 3-5% erreichen. Im Gegensatz dazu stellt die Spitzenlast eine Maximalleistung dar, die in einigen wenigen Zeitpunkten benötigt wird. Meist entsteht sie durch die Verkettung mehrerer zufälliger Ereignisse.

Bei einer Harmonisierung des Lastgangs werden die Einschaltzeitpunkte verschiedener elektrischer Verbraucher mit hohen Leistungen um einige wenige Minuten verschoben, ohne dass der Betriebsablauf merklich davon beeinflusst wird. Das ist eine Energieeffizienzmaßnahme, die man in sehr vielen Unternehmen findet und welche ein sehr hohes Einsparpotential bietet.

Verhaltensmuster

Muster, die unnötig den Stromverbrauch in die Höhe treiben, wie der Schichtbeginn, wann starten die Heizungen oder welche Anlagen laufen über Nacht, lassen sich über eine detaillierte Lastgang-Analyse aufdecken.

Anlagenfahrweisen

Wenn z.B. in einer Lüftungsanlage gleichzeitig geheizt und gekühlt wird, so können die Regelungen miteinander in Resonanz treten. Dies lässt sich als Schwingungsmuster im Lastgang erkennen und birgt wiederum großes Einsparpotential.

Von der Lastgang-Analyse zum Energie-Management

Der Lastgang zeigt erst im Nachhinein, an welchem Punkten im Unternehmen Verbesserungsmaßnahmen einen Nutzen bringen können.

Will man schneller reagieren, kontinuierlich, täglich, stündlich, minütlich, in Echtzeit, dann braucht es ein mitlaufendes Energie-Management-System: um die Betriebssicherheit hoch halten, energetisch die Produktionsprozesse zu erfassen, eine Historie der Energiedaten für Vergleiche nutzen zu können und die Effizienz steigern und damit umfassend Kosten und Ressourcen zu sparen.

Ihre Lastgang-Analyse – Kostenfrei

Wünschen Sie für Ihr Unternehmen eine kostenfreie Lastgang-Analyse so bitten wir Sie den folgenden Fragenbogen (s.u.) auszufüllen und Ihren Lastgang als Excel oder CSV Datei hochzuladen.

Innerhalb von wenigen Tagen werden wir Ihnen dann eine detaillierte Analyse Ihres Jahreslastgangs und auf Wunsch auch ein Angebot für ein grundlegendes Energie-Mangement-System zukommen lassen.

weiter zum … →Fragenbogen

Der Strompreis soll in 2020 einen Rekordwert erreichen

Quelle: NTV

Nach der Erhöhung der EEG-Umlage kommt noch ein weiterer Faktor hinzu, der den Preis für Strom steigen lässt: Die Netzgebühren werden teurer, prognostiziert ein Vergleichsportal. Je nach Bundesland gibt es aber deutliche Unterschiede.

Stromkunden müssen sich neben einer höheren EEG-Umlage auch auf steigende Stromnetzgebühren einstellen. Nach aktuellen Zahlen des Vergleichsportals Verivox klettern die Netzentgelte im kommenden Jahr um durchschnittlich sechs Prozent nach oben. Die Netzentgelte machen etwa ein Viertel des Strompreises aus. Weil auch der zweite große Kostenblock wächst, die EEG-Umlage zur Förderung der Energiewende, müssen Verbraucher mit insgesamt höheren Strompreisen rechnen.

Verivox-Energieexperte Valerian Vogel sagte, die von der Bundesregierung geplante Entlastung bei den Strompreisen werde dringender denn je. “Neben den Netzgebühren steigt auch die EEG-Umlage im kommenden Jahr. Diese beiden Kostenblöcke sind allein fast für die Hälfte des Strompreises verantwortlich und sorgen dafür, dass Strom im kommenden Jahr wohl so teuer wird wie nie zuvor.”

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PowerRadar™ – TÜV geprüfte EnergieDatenManagement Hard- und Software unterstützt ISO 50001 und DIN 16247

Erneut hat das PowerRadar-Energiedaten-Management-System die Prüfung beim TÜVRheinland erfolgreich bestanden. Neben der webbasierten PowerRadar™-Software wurde auch die drahtlose Sensortechnik von Panoramic Power Ltd. der TÜV-Prüfung unterzogen. Das PowerRadar unterstützt sowohl die Einführung der ISO 50001, wie auch der DIN 16247.

Auszug: “Es wird bestätigt, dass die in dem Ergebnisbericht sowie im Anhang zum Zertifikat beschriebenen Funktionalitäten und Eigenschaften des Energiedatenmanagement-Systems PowerRadar™ sowie die selbstversorgenden, drahtlosen Miniatur-Klappsensoren und das funkbasierte PowerMeter zusammen mit der high-performance Bridge (Daten-Logger) der Panoramic Power Ltd. im Rahmen einer Dokumenten- und Systemprüfung verifiziert wurden und die Erfüllung von Anforderungen der im Anhang aufgeführten Kapitel der Normen ISO 50001 und DIN 16247-1 unterstützen. Die Gültigkeit kann anhand der Zertifikats-ID 53432 unter www.certipedia.de eingesehen werden.

 

NEUN gute Gründe für den Einsatz eines mitlaufenden Energiemonitoring-Systems:

Der Aufbau eines Energiemonitoring-System – auch als Basis für die Umsetzung der ISO 50001 oder ISO 16247 – ist sehr einfach – wenn sie drahtlose Sensortechnik einsetzen. Hunderte Sensoren können innerhalb weniger Stunden platziert werden.

Ihre Meßdaten werden per MODBUS oder FTP an Ihre eigene Auswertungs-Software gesendet, oder Sie nutzen die TÜV-zertifizierte, BAFA konforme und cloudbasierte PowerRadar Energiemanagement-Software.

Und die Vorteile, die sich daraus in Bezug auf Steuerersparnis, Kostenminderung, Effizienzsteigerung, Arbeitserleichterung, Übersicht, Betriebssicherheit oder Entscheidungsfindung ergeben, sind #unschlagbar.

Steuerentlastung

Wenn die Voraussetzungen stimmen, können Unternehmen einen Spitzenstrom-Steuerausgleich (§19 StromStG) beantragen, der sich auf rd. 20,5€/MWh (MegawattStunde) beläuft.

Erstattung der EEG Umlage

Bei stromintensiven Unternehmen kann mit den passenden Rahmenbedingungen die EEG Umlage von rd. 6,4Cent/kWh erstattet werden.

Lastmanagement

Mithilfe des Energie-Monitorings können die Ursachen von teueren Stromspitzen ermittelt und vermieden werden.

Atypische Netznutzung

Großverbraucher können auf Grundlage der E-Monitoring-Daten die offengelegten Hochlastzeiten ihres Netzbetreibers entlasten und somit 25-50% der Netzkosten einsparen.

Controlling berücksichtigt Energiekosten

Die Energiekosten können für eine exakteres Controlling in die Produktionskosten mit einfließen.

Key-Performance Index

KPIs als Kombination von Energiemeßdaten und Produktionsdaten liefern komprimierte Informationen.

Entscheidungshilfe bei Neuinvestitionen

Die elektrischen Verbrauchsparameter alter Maschinen und Anlagen können mit den effizienteren Neumaschinen verglichen werden und somit klare Argumente für Neuinvestitionen gewonnen werden.

Elektrische Transparenz

Dem Betriebsleiter steht ein erstes mal ein Überblick über das gesamte elektrische Netz zur Verfügung.

Steigerung der EnergieEffizienz

Durch die Transparenz im elektrischen Netz können Stromfresser und Fehlströme detektiert werden.

Schutz von Maschinen und Anlagen

Teuere Maschinen und Anlagen oder empfindliche Geräte im elektrischen Netz können automatisch überwacht und damit die Betriebssicherheit erhöht und die Investitionsgüter geschützt werden.

Gerne helfen wir Ihnen weiter!

Lassen Sie sich ein unverbindliches Angebot erstellen oder nehmen Sie hier Kontakt auf.

ISO 50001: die wichtigsten Änderungen

Die Anforderungen an ein zertifiziertes Energiemanagement verändern sich: Seit August 2018 gilt eine Neufassung der ISO 50001. Die Änderungen betreffen alle Unternehmen, die nach ISO 50001 zertifiziert sind oder eine Zertifizierung anstreben. Lesen Sie mehr über die wichtigsten Neuerungen, damit Sie auch nach der turnusmäßigen Normrevision auf der sicheren Seite bleiben.

Warum die Veränderung der ISO 50001?

Verschiedene Managementsystem-Normen, gleicher Aufbau: Diesem Leitgedanken entsprechend ist die neue ISO 50001:2018 genauso aufgebaut wie etwa die ISO 14001 oder die ISO 9001. Diese übergreifende „High Level Structure“ soll es Unternehmen erleichtern, die verschiedenen Normen einzuführen und umzusetzen. Auch Auditierung und Zertifizierung lassen sich damit besser verzahnen.

Was hat sich verändert?

Ein zentraler Punkt ist: Künftig genügt es nicht mehr, „einfach nur“ Verbesserungen beim Energiestatus zu erreichen. Das Unternehmen muss auch seine Abläufe und Strukturen hinsichtlich des Energiemanagements fortlaufend verbessern. Zudem decken sich die Anforderungen der ISO 50001:2018 besser mit der ISO 50003, speziell bei der Dokumentation des geforderten fortlaufenden Verbesserungsprozesses.

Wer ist verantwortlich für das Energiemanagement?

Bislang musste ein Beauftragter aus der obersten Leitungsebene benannt sein. Die neue Norm betont nun die Gesamtverantwortung der obersten Leitung; diese muss die strategische Einbindung des Energiemanagement-Systems sicherstellen. Dazu gehört auch, relevante Themen und die Anforderungen interessierter Parteien zu ermitteln. Genügte es früher zu dokumentieren, ob mit externen Gruppen kommuniziert wird, verlangt die ISO 50001:2018 eine definierte Kommunikationsstrategie und Organisationsstruktur. Die Umsetzung des Energiemanagements liegt dann in Händen eines einzelnen Beauftragten oder eines Teams.

Welche weiteren Änderungen gibt es?

Präzisiert wird, dass bei der energetischen Bewertung die entscheidenden Einflussfaktoren für jeden größeren Energieeinsatz betrachtet werden müssen. Dazu gehören die aktuelle energiebezogene Leistung und die Personen, die Einfluss auf den Verbrauch haben.

Klarer dargestellt wird auch die Funktion von Energieleistungskennzahlen und energetischer Ausgangsbasis. Die ISO 50001:2018 verlangt die Formulierung konkreter Ziele, um die energiebezogene Leistung zu verbessern.

Genauer festgelegt wird zudem, wie die Daten gesammelt und gemessen werden. Dies gilt auch für die Bestimmung der Mess- und Überwachungsergebnisse. Den Begriff der „fehlerfreien“ Messung klammert die Norm dabei aus.

Fazit

Bei der Normrevision der ISO 50001 stand die strukturelle Angleichung an andere Normen im Fokus. Unter dem Strich bringt die ISO 50001:2018 nun mehr Klarheit und präzisere Vorgaben für das Energiemanagement. Daher gibt es für zertifizierte Unternehmen einen beträchtlichen Anpassungsbedarf. Es empfiehlt sich, die notwendigen organisatorischen und strukturellen Änderungen frühzeitig einzuleiten.

Quelle: MVV-Blog, 14.2.2019 Esther Gensrich, >lesen