SmartCity Cologne – Gemeinsam für Klimaschutz und Innovation in Köln

Stadt Köln und RheinEnergie warben für gemeinsames Handeln von Unternehmen

Auf Einladung von Oberbürgermeister Jürgen Roters kamen am Dienstag, 28. August, 2012, mehr als 100 Wirtschaftsvertreterinnen und -vertreter ins Rathaus, um sich über die Ziele von SmartCity Cologne für eine nachhaltige Stadtentwicklung und die Einbettung in die städtische Klimaschutzstrategie zu informieren. Den Gästen wurden außerdem erfolgreiche Beispiele aus anderen SmartCities vorgestellt, um deutlich zu machen, welche Möglichkeiten SmartCity Cologne für den eigenen Betrieb bietet. Im Vordergrund standen dabei der Einsatz „smarter“ Technologien, Energiesparprojekte, die Steigerung der Energieeffizienz sowie Förderung und Einsatz erneuerbarer Energien und elektrisch betriebener Fahrzeuge.

Dr. Günther Horzetzky, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen, fand auf der Veranstaltung lobende Worte für das Engagement Kölns:

Köln hat sich frühzeitig einer der größten Herausforderungen unserer Zeit gestellt – dem Klimaschutz. Damit hat die Domstadt Pionierarbeit geleistet und zeigt auf kommunaler Ebene eine Handlungsfähigkeit, wie sie auf Bundesebene oft schmerzlich vermisst wird.

Oberbürgermeister Jürgen Roters wies darauf hin, dass Köln gute Voraussetzungen mitbringe, eine „SmartCity“ zu werden:

Köln ist eine innovative Stadt. Wir machen uns auf den Weg, um das Leben in unserer Stadt auch in Zukunft nachhaltig und komfortabel zu gestalten. Die Stadt Köln hat sich ambitionierte Ziele beim Klimaschutz gesetzt: 20-prozentige Steigerung der Energieeffizienz, 20-prozentiger Anteil an erneuerbarer Energie und 20-prozentige Reduzierung der CO2-Emmissionen bis 2020. Bisher konnten wir gegenüber 1990 die CO2-Emmissionen um 15 Prozent verringern. Diese Zahl macht deutlich, dass in den nächsten Jahren gewaltige Anstrengungen der gesamten Stadtgesellschaft erforderlich sind. Das schaffen wir nur gemeinsam. Daher appelliere ich an Sie: Helfen Sie mit!

RheinEnergie-Vorstand Thomas Breuer appellierte ebenfalls an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung, bei SmartCity Cologne aktiv mitzumachen:

Smart City Cologne ist für uns eine strategische Partnerschaft mit der Stadt Köln, um neue Technologien, insbesondere bei der effizienten Energieanwendung, auszuprobieren und für die Bürger erlebbar zu machen. Bei der Energiewende kommt es entscheidend darauf an, dass die Verbraucher einbezogen werden und beim Energieeinsatz neue Technologien nutzen. Insofern verstehen wir SmartCity Cologne auch als Angebot an andere Unternehmen, sich in dieses Projekt einzubringen.

Die Dimensionen einer „SmartCity Cologne“ führten zwei Vorträge vor Augen: Lars Thomsen von der future matters AG beschrieb die Dynamik von SmartCities und Professor Dr. Manfred Fischedick, Vizepräsident des Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie GmbH, ging auf die Rolle der Kommunen beim Klimaschutz ein. In einer anschließenden Gesprächsrunde vertieften die städtische Beigeordnete für Soziales, Integration und Umwelt, Henriette Reker, RheinEnergie-Vorstand Thomas Breuer, Professor Dr. Manfred Fischedick und Alexander Holst von der Accenture GmbH die Thematik.

SmartCity Cologne soll Kölns Entwicklung zu einer Klima schützenden, innovativen und zukunftsträchtigen Stadt vorantreiben. Mit diesem Ziel haben die Stadt Köln und die RheinEnergie als Kooperationspartner diese Initiative im Herbst 2011 gestartet. Schlüssel zum Erfolg ist das gemeinsame Handeln der gesamten Stadtgesellschaft. Nur wenn Wirtschaft, Industrie, Verbände, Kammern, Vereine, Initiativen, Institutionen sowie engagierte Privatleute an einem Strang ziehen, lassen sich die anstehenden Herausforderungen der Energiewende bewältigen und die ambitionierten Zielen im Bereich Umweltschutz und CO²-Reduzierung erreichen.

Nächste Schritte des Projektes SmartCity Cologne sind unter anderem die Installation einer Klimastraße auf der Neusser Straße gemeinsam mit den Anwohnerinnen und Anwohnern, Stromanschlüsse für anlegende Rheinschiffe („ship to grid„), ein forciertes Energiemanagement für städtische Gebäude sowie die zunehmende Nutzung der E-Mobilität („colognE-mobil„).


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