Rund 200 Personen arbeiten regelmäßig im Kölner STARTPLATZ – früh morgens, spät abends, zum Teil auch am Wochenende. Hinzu kommen Workshops und Konferenzen mit vielen externen Gästen. Entsprechend dynamisch verläuft der Stromverbrauch in den Räumlichkeiten – zumindest in der Theorie! Ob dies wirklich so ist und an welchen Stellen Optimierungspotenzial besteht, wird in den kommenden Wochen und Monaten das Kooperationsprojekt „Landkarte der elektrischen Ströme“ mit dem Kölner Unternehmen RightEnergy und der Rheinenergie zeigen. Um den Stromverbrauch effizient zu senken, muss er zunächst beobachtet und anschließend analysiert werden. Im Rahmen dieses Pilotprojekts der Rheinenergie in Kooperation mit RightEnergy und dem STARTPLATZ wurden in der letzten Woche die drahtlosen, selbstversorgenden Sensoren in den Stromverteilern der STARTPLATZ Büroebenen sowie die Sammelrouter installiert. Dank der innovativen Technik – die Sensoren werden ohne Stormunterbrechung installiert, erfassen der Stromfluß der Leitungen über das Magnetfeld und senden diese Werte per kleinem Funksignal an den Sammelrouter, der diese in einer Internetdatenbank ablegt – war die Einrichtung des gesamten Systems innerhalb weniger Stunden erledigt. Herkömmliche drahtgebunde Energie-Monitoring-Systeme erfordern eine umfangreiche Installation, zusätzliche Hard- und Software sowie aufwendige Auswertungen.

Installation der Sensoren und der Sammelrouters im STARTPLATZ Köln
Installation der Sensoren und der Sammelrouter im STARTPLATZ Köln

Die gesammelten Messdaten werden in einer webbasierten Software visuell anschaulich und leicht verständlich dargestellt. So zeigt beispielsweise die Heatmap auf übersichtliche Weise den stündlichen Strombedarf in verschiedenen Räumen über mehrere Tage. So kann genau beobachtet werden, wo überhöhte Verbräuche und unnötige Stromnutzung vorkommt – zum Beispiel gleichzeitiger Betrieb von Klimaanlage und Heizung, Licht in Räumen zu Zeiten, wo sich niemand mehr aufhält oder die Überwachung von elektrischen Geräten mit entsprechenden Alarmmeldungen bei Auffälligkeiten. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig: Zum Beispiel können Bäckereien den Stromverbrauch und den Rhythmus der Filialen mit einander vergleichen. Große Unternehmen können Maschinen gleicher Bauart überwachen und Stromfresser ausfindig machen. Durch das 24h-Monitoring wird der Wartungsaufwand deutlich erleichtert und defekte Geräte können vor einem Ausfall ausgetauscht werden, so dass hohe Kosten durch Produktionsunterbrechungen vermieden werden können. Insbesondere für Energie-Audits findet die Landkarte der elektrischen Ströme regen Zuspruch bei den Energieberatern, da der Ist-Zustand einfach aufzunehmen ist und mit den Effekten von Energiesparmaßnahme verglichen werden kann. Auf einem Display im Foyer des STARTPLATZ Köln können sich Interessierte das System live anschauen. Mit seiner Hilfe wird sich in den nächsten Wochen zeigen, an welchen Stellen genau am STARTPLATZ Potenzial zu einem effizienteren Energieverbrauch liegt. Wir werden über die Ergebnisse und den weiteren Verlauf berichten.


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